Der Fickstuhl

Was macht eigentlich eine Schlampe, wenn sie sich langweilt? Sie denkt an Sex… und kommt auf die verrücktesten Ideen. Wie meine gute Freundin M. schon vor Jahren feststellte: «Mädel, such dir ein kreatives Projekt, sonst bist du nicht auszuhalten!» Das kann natürlich alles sein: Vom Lancieren einer website über das Töpfern einer neuen Vase bis hin zum Bau eines Gartenhauses. Nun bin ich aber vor Kurzem von der einfachen Haus-Schlampe zur beringten Sklavin aufgestiegen. Und weil Status verpflichtet, kommt ein simples Mal- oder Tapezierprojekt nun nicht mehr in Frage, da muss schon was Spannenderes her… Also los! Schon lange spukt mir die Idee eines multifunktionalen Fickstuhls im Kopf herum. Ein Stuhl, der harmlos und unauffällig in der Ecke steht. Ein Stuhl, der erst im geeigneten Moment seine dunklen Geheimnisse preisgibt. Ein Stuhl, der es ermöglicht, mich von jeder Seite bequem in jedes Loch zu ficken, wehrlos angebunden und ausgeliefert. Und der durch seine ergonomisch geschickte Konstruktion verhindert, dass mich auch nach längerem «zur Verfügung stehen» keine Krämpfe oder taube Gliedmassen heimsuchen.


Ricardo.ch und tutti waren diesbezüglich wenig ergiebig. Schliesslich wurde ich im Brockenhaus fündig. Er war alt, ohne Bezug, die Federn der Sitzfläche freigelegt, aber stabil und breit genug, dass ich mich darauf gut hinknien und den Kopf durch die fehlende Rückenlehne stecken konnte (Das habe ich natürlich erst zu Hause verifiziert - was würden sonst die Leute von mir denken!?). Meine Schwäche für alles Unvollständige, Kantige, Verschupfte, Übriggebliebene besiegelte den Entscheid, und ich schloss das sperrige Teil in mein Herz und in den Kofferraum meines Autos. 10 Franken für das Wrack schienen mir auch in Ordnung.


Mit Hilfe alter Wolldecken war der Sessel bald wieder bequem aufgepolstert, begleitet von den obligaten Missgeschicken (Heftpistole – Finger – autsch). Auch Jumbo hat mich mal wieder voll abgezockt für Polsternägel (natürlich die schönsten), Bezugstoff (natürlich der teuerste) und anderen Kleinkram. Und weil meine gute Freundin Margo bestens weiss, wie ich ticke («ich kenne niemanden, der speditiver ist in der Umsetzung eines Plans»), steht der fertige Stuhl nach zwei Tagen Bauzeit nun bereit für den Ernstfall. Testergebnisse folgen…

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